Katrin Sliwinski

POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN 8.MAI 2001 Das kleine, langgestreckte Haus in der Domstraße 23 in Babelsberg beherbergt die Ateliers mehrerer Künstler: Unter ihnen Katrin Sliwinski und Rengha Rodewill. Durch den Garten zieht der Geruch von gegrillten Würstchen, doch der Regen treibt die Gäste in das Haus. Von dem schmalen Gang gehen die einzelnen Atelierräume ab. In ihnen herrscht buntes Treiben, während die Regenfeuchte über allem schwebt. Katrin Sliwinski lebt in Berlin und arbeitet meistens auch dort. Das Atelier in Babelsberg nutzt sie vor allem, um dort Bilder und Skulpturen unterzubringen. Die Berlinerin hat 1973 ihren Abschluss an der Hochschule der Künste gemacht und lebt seither von ihrer Kunst. Ihre Bilder tragen Titel wie „Freunde lachen leise“ oder „Voller Sonne der Mittag“. In allen ihren Werken tauchen Räder auf und Pfeile, die in eine Richtung weisen. „Die einzige Konstante ist die Bewegung“, sagt die Künstlerin dazu. Die Farben sind kräftig und froh, und die Bilder reizen zum Lachen. Dennoch sind viele von ihnen nicht in glücklichen Momenten entstanden. „Freunde lachen leise“, zeigt eine Figur auf einem fliederfarbenen Untergrund, in ihrer Bauchhöhe schwebt ein Wagen. Die Pfeile zeigen nach oben. „Obwohl Pfeile, die nach oben zeigen, bei mir häufig etwas Positives symbolisieren, ist es in diesem Falle eher wie ein Himmelfahrtskommando. Der Wagen hängt in der Luft, weil auch meine persönliche Situation in der Schwebe war.“ In dem Bild „Voller Sonne der Mittag" dominieren gelbe Farbtöne. Über allem schwebt der Stern von Bethlehem, „das ist der Stern, den man geschenkt haben möchte.“ Aber die Pfeile gehen nach unten und werden gestoppt, indem sie auf einen Hügel treffen, der im Weg steht. „Es geht nicht voran, die Bewegung verharrt“, erklärt die Künstlerin. Dass das Bild dennoch hell und fröhlich wirkt, ist für sie Ironie: „Die Sonne scheint ja häufig am Mittag, auch wenn sonst nicht alles in Ordnung ist.“ Ihre Liebe jedoch gehört den Plastiken. Eine von ihnen heißt „Zeitmaschine“ und ist etwa so groß wie ein Kind. Die Künstlerin hat ein Holzbrett mit vier Rädern versehen, und auf diesem ein Holzstück senkrecht befestigt. An diesem Holzstück befinden sich alte und digitale Uhren, das Innere eines Radios, Kabel, die Wählscheibe eines Telefons, Fahrradklingeln. Einzelne Teil lassen sich bewegen und drehen, und sobald man die Zeitmaschine auf ihren Rädern in Bewegung setzt, beginnt sie zu quietschen. Auf ihrer Spitze ist ein Pappkarton mit Ausbuchtungen befestigt, die an Frauenbrüste erinnen. Katrin Slawinski lächelt: „Der untere Teil ist die Vergangenheit, der obere die Zukunft: Das heißt: Die Zukunft ist weiblich.“ Sie lacht BETTINA FISCHER DIE WELT 11. JULI 1995 Für Katrin Sliwinski (Jahrgang 1947) scheint das Rad Dreh- und Angelpunkt Ihrer Kunst zu sein. Die von ihr gebauten Objekte scheinen eine heitere Mischung aus mobilem Kinderspielzeug und obskuren Bewegungsmaschinen zu sein. Sie verwendet Holz und alle nur denkbaren Fundstücke. Uhren und Zifferblätter, Schlüssel, Schläuche, Schablonen. Was sie baut, scheinen rollende Totems für den Kult der vagabundierenden Poesie. Die Phantasie des Betrachters wird angeregt. Die „Hommage à Artemis“ ist eine archaisch anmutende Figur aus Pappmaché; mit Ketten behängt und natürlich auf Rädern stehend. Oder der lang aufgeschossene Hermaphrodit Hermann mit gespaltenem Kopf und drei Rädern der sich nur im Kreis drehen kann - wie aktuell ist er? So phantastisch wie die Figuren sind auch ihre Namen. Ein wahres Ungetüm auf Rädern heißt beispielsweise "Roteväterkommenspäterdagehtgründahin", und ein anderes Vehikel hört auf den fröhlichen Namen „Lobjesang der Weisheit“. V.S. WILMERSDORF Leben und Arbeiten sind für die Malerin und Bildhauerin Katrin Sliwinski aus Wilmersdorf untrennbar miteinander verbunden. Ihre Wohnung ist auch gleichzeitig ihr Atelier. Schon in der Eingangstür fällt der Blick auf ein Sammelsurium von bereits fertigen und noch zu bearbeitenden Plastiken und Bildern, unzähligen Pinseln, Farben und Gerätschaften wie, Hammer, Meißel und Säge. Ein buntes Spektrum von Dingen wie Nägeln, Schrauben, Knöpfen, Bändern, Schachteln und vieles mehr, die nur darauf zu warten scheinen, von Katrin Sliwinski zu einem Kunstwerk verarbeitet zu werden. Eigentlich ist ihre gesamte Wohnung ein einziges Kunstwerk. „Meine Werke entstehen aus Dingen, die ich finde, wie schon einmal gebrauchtes Holz. Ich verbinde sie und gebe ihnen eine neue Gestalt“, sagt die Künstlerin. Katrin Sliwinski wurde 1947 in Berlin geboren und hat an der Hochschule der Künste Malerei studiert. Ihre Bilder erzählen Geschichten. Da sind zum Beispiel die sechs Indianer, die sich auf die Reise nach Portugal begeben ha- ben, um dort den Regenbogen zu finden. Figuren wie Elefanten, Krokodile und Boote, die Zahl „5“ symbolträchtig für das Leben und die „4“ für den Tod, aber auch Buchstaben wie das „e“ bestimmen ihre Bilder. Und immer wieder große und kleine Räder, sie drehen sich für Fortbewegung und Freiheit. Die Indianer sind längst in Portugal angekommen, und der Weg der unverheirateten Künstlerin ging weiter zu neuen Gebieten. Seit 1986 steht für die Malerin nämlich die Bildhauerei im Mittelpunkt. Sie baut jetzt Plastiken aus Holz und Pappmaché, angereichert mit allerlei Fundstücken sowie Gegenständen aus dem alltäglichen Bereich. „Die verwendeten Materialien haben für mich ein eigenes Leben, sie erlangen eine neue Form, die ihnen einen neuen Sinn gibt“, sagt sie. Das tragende Element sind auch hier wieder die Räder. „Ich benutze dieses bewegliche Medium in meinen Werken, um den Beschauer anzuregen, etwas damit zu tun. Alle meine Werke kann man schieben, ziehen und auseinandernehmen. Aber sie brauchen auch immer jemanden, der es macht, sonst sind sie statisch“, erklärt sie. So hat sie im Zuge eines Bildhauerstipendiums von Philipp Morris 1988 noch hauptsächlich vierrädrige Wagen gebaut. In der Folgezeit rückten immer mehr große phallische Figuren aus Holz oder Pappmaché in den Vordergrund ihres Schaffens. „Hermaphroditen“ genannte Phantasiewesen, die männliche und weibliche Attribute in sich vereinen. Kunterbunt und verspielt kommen sie daher und reizen zum Berühren. Auf einem Bildhauer-Workshop 1993 in Minden entstand zum Beispiel die „Zeitmaschine“. Eine faszinierende Konstruktion, natürlich auf Rädern, bestückt mit unzähligen Uhren - große und kleine, Federn und Rädchen nebst Kleinstteilchen aus dem Innenleben alter Radios. Da kann geklingelt werden, gedreht und geschraubt - alles verbunden mit Kabeln, Drähten und Bändern. „Für mich ist, so paradox es klingt, die einzige Konstante die Bewegung. Deshalb lassen sich auch alle meine Kunstwerke bewegen und damit verändern. Es macht mir Spaß, mit den Dingen zu spielen, und ich möchte den Betrachter auffordern, es auch zu tun.“ ANETTE KOHLS / DER TAGESSPIEGEL / 17.MÄRZ 1994 Oh Deine Augen Ein Auge welches sieht ein Auge welches spricht ein Mensch der versteht ein Leben ein Augenblick -- Ein Zauberer Ein Zauberer ging durch die Welt er hob nur seinen Stab und unter seinen Händen wandelte sich der Tag mir blieb nur ein wundern doch Wunder tat er nicht er ging nur seinen Weg sonst nichts und ich ich stand ich sah ihn gehn -- TYPE e DER WIND FORMTE LEIS EIN e DU DACHTEST LAUT ICH LEISE NICHT ZU STÖREN DAS WENN JA WENN DEIN MUND DIE WORTE FORMT WIE DER WIND EIN e -- TYPE E BETÖREN LASSE ICH MICH GERN VON DIESEM LAUT LEISE WAS DAZWISCHEN SCHWEBT ANGST HABE ICH IM HERZEN WENN DEIN MUND DIE WORTE FORMT DIE DER WIND NICHT SAGEN KANN -- Sehnsucht Ach ja, da ist noch was: Kurz vor Weihnachten War da noch ne Schuld zu zahlen Dann war ich krank Wie immer Und aus lauter Wut und Weh Hat dann kurz nach dem Fest (Christopher-Street-Day) Die Kuh das Glashaus kaputt geschlagen Bei so viel Milch Und keiner kommt Ja auch kein Wunder 3 Tage später Wurd ich wach Aus einem Traum Und hatte die Scherben noch in der Hand Der Rechten Mir blieb nur mein Wundern Und also sprach Hieronymus: Wer im Glashaus sitzt Darf nicht mit Steinen werfen 26.06.1994 PS: Einen Trauzeugen habe ich schon -- Stossgebet Ein Stossgebet gen Himmel - ein Seufzer In die Kissen - mindestens einen Kuss Dem Affen - schnell dem Kamel die Erogenen Zonen streicheln, wenn Du jetzt noch schlafen kannst ohne Einen Traum mit mir, dann hast Du Deine Satellitenschüssel abgebaut Und siehst per Kabel, was ich nicht Hoffe und auch gar nicht glauben Kann. Doch ich gebe zu, wenn der Tränen- Fluss nicht stoppen will, bin ich wütend, Ungeduldig, wo bist Du denn nun Endlich, gerade jetzt, wo ich durch Dich, das Unendliche gefunden habe, Hatte ich geglaubt und gehofft. Hat denn nun das Einhorn dem Kamel oder vielleicht das Kamel Dem Einhorn sein Herz zu Füssen gelegt? Oder beide zu gleicher Zeit? Nach meinem Empfinden gab Es nur noch eins, das da schlug. Und die Zeit, und die Reihenfolge, Und die Moral ist doch ganz egal. Ja - es ist doch ganz egal ob ich nun Den Affen, das Kamel, das Einhorn Küsse. Es bist doch immer wieder Du. Ach Mensch - Gott? Thor: Her mit dem Hammer, Denn nach Ölkanne und so viel Geduld hilft jetzt nur noch der. 07.05.1994 KATRIN SLIWINSKI 1947 geboren in Berlin 1973 Hochschule der Künste Berlin (HdK) 1978 Meisterschülerin bei Prof. Lemcke 1979 Abschluß der Ausbildung Lebt in Berlin Preise, Stipendien 1981 - 83 Stipendiatin der Karl-Hofer-Gesellschaft, Berlin 1986 1. Preis im Wettbewerb "5 SINNE", Senat von Berlin 1988 Bildhauerstipendium von Philip Morris, Werkstatt Berlin 1989 Arbeitsstipendium vom Senator für Kulturelle Angelegenheiten 1993 Bildhauer-Symposium, Minden Einzelausstellungen 1978 Galerie Dachsbau, Fulda 1979 Galerie Atelier Regenbogenkate, Bad Segeberg 1982 Karl-Hofer Galerie, Berlin 1983 Grundkreditbank, Berlin 1984 Keller Galerie, Bad Reichenhall Galerie Gabriele Jeroch, Hannover 1985 Galerie Palette, Schweinfurth 1986 Galerie Linneborn, Bonn Colloquium Galerie, Berlin Grundkreditbank, Berlin 1987 Scanart Galerie, Berlin 1990 Galerie Gabriele Fengler, Berlin 1992 Galerie Schlangenbader Straße, Kunstamt Wilmersdorf Berlin 1994 Galerie Gabriele Jeroch, Hannover Galerie Bauscher, Potsdam-Babelsberg Galerie Koreuber, Berlin 1995 EAP, Berlin Galerie im Körnerpark, Kunstamt Neukölln, Berlin 1996 Galerie Koreuber, Berlin 1998 Galerie Koreuber, Berlin 2000 Bundes- und Landesverband ASP Berlin 2001 Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin Öffentliche Ankäufe 1979 NBK Artothek, Berlin 1984 Senator für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin 1985 DSL-Bank, Bonn 1988 Justizakademie Westfalen 1980/1982/1984/1987/1990/1991/1992/1993/1994/1995/1996/1998 Senat Berlin, Künstlerförderung, ausgestellt bei: Treuhand, Charité, Bundesverwaltungsgericht 1994 Senator für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin 1995 ILB, Potsdam Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland Ausstellungbeteiligungen 1975-94 jährliche Teilnahme FBK Berlin 1976 Hochschule der Künste, Berlin 1978 Galerie im Parlament, Berlin 1981 Grand Prix International- Monte Carlo 1981 -82 Wanderausstellung Japan: Tokyo, Chiba, Okinawa, Nara, Fukuoka 1983 GEDOK, Kunsthaus Hamburg Galerie Linneborn, Bonn Große Münchner Kunstausstellung, Neue Gruppe Haus am Lützowplatz, Berlin 1984 Haus am Lützowplatz, Berlin, Kunstimpulse II: Hommage Galerie Marina Dinkler, Berlin Haus am Lützowplatz, Berlin, Kunstimpulse III: Spiel und Phantasie Große Kunstausstellungen München und Düsseldorf Galerie Keller, Bad Reichenhall 1985 GEDOK, Haus am Lützowplatz, Berlin 30 Jahre KHG, Berlin und DSL-Bank, Bonn Goethe-Institut Sydney, Australien 1986 60 Jahre GEDOK, Kunsthalle Berlin Bundesjustizministerium Berlin, München, Bonn 1987 Salon International de Peinture de Paris, Galerie Nesle Große Düsseldorfer Kunstausstellung Galerie Gabriele Jeroch, Hannover 1988 Galerie Scanart, Berlin Gustav-Heinemann-Haus, Bonn 1990 WerkSpuren, Bildhauerwerkstatt Berlin 1991 10 x 10 x 10, Kunsthaus Wiesbaden 1992 Galerie Trend Art, Herten 1994 Thema: Holz, BVBK, Rathaus Potsdam 1994 Goethe-Institut, Staufen (bei Freiburg) 1996 BIWC 4. Open Day, Berlin 1998 10 Jahre Galerie Bauscher, Potsdam-Babelsberg 2001 Galerie Bauscher, Potsdam-Babelsberg Just Art Galerie, Berlin "Rückkehr" Künstlerwerkstatt im Bahnhof Westend, Berlin 2002 Galerie Bauscher, Potsdam-Babelsberg Bücher im Eigenverlag 1990 Sturm zu Babel 1991 Die Wandernden - Wie Zwei ... Kunst ist nur schwer zu beschreiben, Kunst soll man sehen und über die Sinne wahrnehmen, sie restlos interpretieren und erklären kann man nicht. Was man vielleicht kann, ist Werkzeug bereitzustellen, mit denen sich jeder selbst ein Bild von der Kunst formen muß. Wenn wir uns nun der künstlerischen Arbeit von Katrin Sliwinski zuwenden, so spürt auch der unvoreingenommene Betrachter, daß ihre Arbeiten Ausdruck eines sehr persönlichen Lebensgefühls sind. Sie verbindet mit fast lapidarer Unbekümmertheit Materialien und Gegenstände, zumeist Fundstücke. Da werden so triviale Dinge wie leere Kisten, Holzreste, Pappmaché, Klingeln, Spielzeug mit Bändern und Draht verbunden, da findet sich auf einmal ein aufgeklebter Gegenstand wie bedrucktes Papier. Die Liste der Beispiele ließe sich beliebig verlängern. Ihr künstlerisches Vorgehen erinnert dabei eher an das Vorgehen eines Bastlers, als das eines Ingenieurs, es ist nicht geprägt von zielgerichteter Planung und Ausführung, sondern vielmehr durch Unvorhergesehenes. So hat der Bastler zwar eine ungefähre Zielvorstellung, dazu eine Anzahl von Mitteln und Materialien, das Ziel liegt aber nicht als Plan vor, sondern Plan und Realisierung beeinflussen sich gegenseitig und verändern einander im Fortgang der Arbeit. Katrin Sliwinski nennt ihr Vorgehen selbst: "als tägliche Auseinandersetzung mit sich immer wieder neu formendem Entdecken von Möglichkeiten". Wer hier als Betrachter in Kategorien wie Komposition und Harmonie denkt, wird wohl seine Mühe haben, diesen Arbeiten andere Begriffe als spontan und verspielt zuzuordnen. Zweifellos treffen diese Beispiele alle zu, sie treffen jedoch nur die Oberfläche. Lassen wir uns nämlich nach der ersten Konfrontation und vielleicht erfolgten Konfusion auf eine Arbeit ein ?man sollte sich mit Muße darauf einlassen ? entdecken wir zahlreiche Beziehungen zwischen den einzelnen Gegenständen, den einzelnen Zeichen, den Zahlen und Buchstaben. Diese Beziehungen werden immer vielfältiger, je länger wir uns mit ihnen beschäftigen, Verbindungen fallen auf. Zunächst erinnern sie vielleicht auch an ein Rätsel, wir glauben Vertrautes zu sehen, aber zugleich entzieht es sich uns. Die Arbeiten sind vielleicht, so formulierte es jüngst ein Kritiker, zwischen Allem. Wir erkennen etwas, können es aber nicht genau beim Namen nennen. Sicher ist nur Eines, Katrin Sliwinski zielt in ihrer künstlerischen Arbeit weniger auf formale Strukturen als auf die assoziative Qualität der von ihr neu kombinierten Fundstücke. Dabei sind die Kombinationen meist nicht zufällig, sondern die verwendeten Elemente verweisen aufeinander, der Zusammenhang liegt auf einer Ebene, wo der Bereich möglicher Assoziationen von ihr nur grob vorstrukturiert wird. Was sich zwischen dem Objekt und dem Betrachter ereignen soll, ist aber nicht mit dem Lesen eines fortlaufenden Textes, zum Beispiel, vergleichbar und daher auch nicht durcheine bloße Beschreibung der Arbeiten wiederzugeben. Was wir als Betrachter leisten müssen, ist kein kognitives Sehen. Das Eigentümliche ist der ständige Wechsel von verschiedenen Lesarten und Erkennungsweisen. Es wirken dabei sogar Vorstellungen und Begriffe mit, die in den künstlerischen Arbeiten gar nicht unmittelbar zu sehen sind. So leben wir den ganzen Tag in Gegensätzen, teilen alles ein in Früher und Später, Hoffnung und Verzweiflung, männlich und weiblich. Für Katrin Sliwinski ist das Entscheidende, den Raum zwischen den Bereichen zu betreten, der sich gar nicht statisch festhalten läßt. Sie versucht Gegensätze im Positiven zu vereinigen, zum Beispiel dort, wo sich männliche und weibliche Anteile des Menschen vereinigen. Sie tut dies in zahlreichen Arbeiten. Nehmen wir die Hermaphroditen, sogenannte Phantasiewesen, die zugleich männliche und weibliche Anteile besitzen. Die gedanklichen Wurzeln lassen sich dabei aus einer ? sagen wir ? chemischen Mixtur von Gelesenem, Gedachtem und durch die Begegnung mit anderen Menschen und deren Hintergrund zusammensetzen, wobei alte und archaische Mythen und die chinesische Ganzheitslehre, der Taoismus, eine besondere Bedeutung haben. So sind die Zahlen 5 und 4 einem schamanischen Ritual entliehen, die Zahl 5 für das Leben und Liebe, die Zahl 4 für den Tod oder das Leid. Im 1 Ging ist die Zahl 5 immer die Wandlungszahl in der Mitte, die Verwandlung bewirkt, das Rad ist das Symbol für den endlosen Kreislauf, das querstehende Rad wird dann folgerichtig zum Brernsklotz. So suggeriert Katrin Sliwinski in ihren zahlreichen Objekten fast immer auch eine modellhafte Betriebsfähigkeit. Beinahe alle ihre plastischen Arbeiten haben ein oder mehrere sich bewegende Teile, entweder hängen sie an Kurbeln oder sie drehen sich um sich selbst. In der Art und Weise des konstruierten Aufbaus, durch die Verwendung von Rädern als tragende Idee, können wir als Betrachter ein mögliches mechanisches Funktionieren entdecken. Die Räder drehen sich für Fortbewegung und Freiheit. "Das einzig Konstante ist die Bewegung" so die Künstlerin dazu selbst. Wir erkennen Dreiecke, die zugleich für das geistige Leben der Menschen und zum Anderen für das körperliche Spiegelbild auf der Erde stehen soll. Der Mensch darf nach Katrin Sliwinski nicht nur in den Spähren des Geistigen schweben und das physische Leben ignorieren oder umgekehrt, der Weg liegt zwischen Beidern, die goldene Mitte darin, extreme Verhaltensweisen zu vermeiden, um einen Zustand des Gleichgewichts zu erreichen. Hier begegnen wir wieder ihrem Ansatz, Gegensätze im Positiven zu vereinigen. Sie schafft in Ihren Arbeiten trotz der vielschichtigen Zeichen und Symbole gewisse konkrete Rahmenbedingungen, sie beeinflussen und lenken, trotz ihrer für uns zunächst Uneindeutigkeit, unsere Wahrnehmung und Erkenntnisweisen. Sind uns als Betrachter diese Zeichen und Symbole erst einmal bekannt, nimmt unsere Fähigkeit, einmal Gesehenes und Erkanntes in Verbindung zu bringen, zu. Symbole sind vieldeutig und vielschichtig, sie müssen von uns erst entschlüsselt werden. Und Katrin Sliwinski müßte eine schlechte Künstlerin sein, wenn es damit getan wäre, allein von einer Aussage zu sprechen. Sie will uns als Betrachter gewissermaßen emanzipieren, indem sie alle künstlerischen Elemente nachvollziehbar in Assoziationsketten einbindet und uns aktiviert, selbst daran zu arbeiten, um zu eigenen Ergebnissen zu kommen, die weit über das Dargestellte hinausgehen. Ihr eigentliches Anliegen ist die Sensibilisierung unserer Wahrnehmung, also ein eher behutsames Aufdecken unserer vielfältigen Möglichkeiten, wahrzunehmen und zu begreifen. Was ihren Arbeiten auf den ersten Blick insgesamt ihre Faszination verleiht, ist die Respektlosigkeit vor der gestalterischen Konzeption sowie der fast unerschöpflich wirkende Ideenreichtum. Sie will uns Anregungen geben, den Raum zwischen den scheinbaren Gegensätzen zu betreten. Dietmar Lehmann Kunst ist für mich nur dann Kunst, wenn sie mir selber gefällt, ich mich damit identifizieren kann oder auf irgendeine Weise interessant finde. Was mir nicht gefällt, schaue ich nicht an da ich es nicht will. Das heisst aber nicht, dass ich nicht offen gegenüber einem Kunstwerk bin. Viele unschöne Sachen sind auch Kunst. Ich finde Kunst ist etwas persönliches. Wie ich zu einem Objekt stehe ist meine Sache und entspricht demnach nicht unbedingt den Vorstellungen anderer Leute. Kunst ist es nur wenn es mich anspricht, deswegen empfinde ich auch nicht alle Kunstwerke der heutigen Welt als Kunst. Sie ist wie ein Roman, ein Krimi, ein Gedicht oder halt ein Buch. Aber wenns mich nicht anmacht, lese ich es nicht. Für mich bedeutet Kunst nicht unbedingt Malerei, Bildhauerei oder Gesang. Kunst ist für mich auch wenn Ärzte jemandem das Leben wieder schenken, wenn ein Kind in einem einfachen Bild seine Eltern darzustellen versucht oder wenn Schriftsteller gute Werke schreiben. Natürlich gefallen mir schöne Bilder wie zum Beispiel dieses von Claude Monet, denn sie strahlen meiner Meinung nach eine Harmonie aus. Harmonie ist für mich sowieso ein zentraler Begriff, denn mit Dali oder Picasso kann ich nichts anfangen. Ihre Bilder sind mir ein Rätsel und auch optisch gefallen sie mir nicht. Ich habe einen Vortrag über Georia o’Keeffes gemacht in Deutsch und das allein deshalb, weil mir ihre Blumenbilder wahnsinnig gut gefallen. Wie bereits erwähnt, finde ich auch der Ärzte Handwerk sehr imponierend. Wenn ein Mensch halbtot eingeliefert wird, bringen sie es fertig, dass der Mensch überlebt und helfen ihm, das Beste daraus zu machen. Auch Schönheitschirurgen vollbringen eine Kunst, jedoch ist das für mich schon fast wieder übertrieben. Schönheit ist sowieso individuell. Bei einem kleien Kind ist es fasziierend zu sehen, wie frei es zeichnet. Und doch erkennt man oftmals, was sie auszudrücken versucht haben, während unsereins sich mit Zeichnen abmüht, obwohl es doch irgendwie von innen heraus kommen sollte. Schriftsteller, Musiker, Maler, Bildhauer, Komponisten und andere Künstler drücken ihre Gefühle durch ihre Werke aus, wie auch Kinder. Wir jedoch müssen oftmals nach Vorlage und Anleitung malen, was für mich keine Kunst mehr ist. Ich zähle viele Dinge zur Kunst und deshalb ist es für mich unmöglich, alles aufzuzählen. Ich mag harmonische Werke aus allen möglichen Richtungen und bin auch offen für neues. Die Kunst wird in zwei Begriffen unterschieden, der klassische Kunstbegriff, wie Poesie, Musik und Malerei, und der übertragene, wie Architektur, Chirurgie und Mode. Die Kunst wird eigentlich dazu verwendet, um seine eigenen Sinne zu befriedigen, oder um mehr aus sich zu machen. Kauft man sich ein Bild, ein so genanntes Kunstwerk, möchte man es auch an der Wand aufhängen und danach möglichst oft betrachten. Man kauft es nur, um etwas schönes zu besitzen und ganz für sich alleine zu haben.Das Gleiche gilt für die Mode, die Musik, oder ein Buch, man erfreut sich daran und fühlt sich gut. Künstler sind für mich die Menschen, die viel Talent haben und es auch anwenden für die Kunst. Talent ist wirklich die Voraussetzung um zu sagen man sei ein Küstler, weil dass nicht jedermann hat. Man sollte sich schon vom Rest unterscheiden können. Kunst verdient Ansehen und Bewunderung. Gute Sänger mit einer schönen Stimme, Musiker, die gute Musik machen, Ärzte oder Menschen, die Leben retten können, Maler, deren Bilder mir gefallen, all die Menschen sind für mich Künstler. Sie können etwas, was ich nicht kann. Es gibt auch den Begriff Überlebenskünstler, für mich bedeutet er, wenn jemand sich gut durch das Leben schlagen kann, mit einer grossen Familie, die er unterbringen muss, einer Arbeit, mit wenig Lohn, aber trotzdem nicht bei andern zu schmarotzen und sein Leben wirklich ohne Probleme in den Griff zu bekommen. Besonders Frauen, die Alleinerziehend sind und dazu noch Arbeiten gehen, und den ganzen Haushalt in den Griff bekommen, verdienen Bewunderung. Alles, was nicht einfach hinzubekommen ist, und viel Aufwand braucht ist für mich Kunst. Für mich ist Kunst ein sehr weitgefasster Begriff. Ich finde Kunst etwas sehr subjektives, weil es Ansichtssache ist ob man etwas als Kunst bezeichnen will oder nicht. Ich glaube wenn jemand Künstler ist, malt er die Bilder weil er damit etwas bestimmtes ausdrücken will. Er malt es aus einer eigenen Überzeugung und deshalb kann es sein, dass seine Bilder nur wenig Leute ansprechen. Es gibt Menschen die sich Künstler nennen bei denen ich mich frage warum. Ein Beispiel dafür ist H. R. Gyger. Er macht Bilder von menschenähnlichen Missgeburten mit Geschwüren auf der Haut und Pistolen im Hintergrund. Die meisten seiner Werke sind so dunkel und hässlich und erinnern mich an den Tod! Seine Art von Kunst finde ich eher pervers und ich würde mir nie ein Bild von ihm kaufen. Wahrscheinlich ist es genau das abscheuliche, perverse das Gyger fasziniert und das für ihn Kunst bedeutet. Iich würde z. B. eher Leonardo da Vinci als einen Künstler bezeichnen, weil er in seinem Leben mehr als nur gemalt hat. Er war ein sehr intelligenter Mensch und Erfinder. Er hat und viel Wissen über Naturwissenschaften und Technik hinterlassen. Ich würde sagen er war ein Genie. Es fällt mir viel leichter so einen Menschen zu bewundern weil er etwas vollbracht hat, woran auch wir teilhaben können. Ein Künstler, dessen Bilder ich sehr schön finde, ist Claude Monnet. Seine Bilder, z. B. die Seerosenkollektion, sind meistens sehr farbenfroh und ich finde, sie strahlen Ruhe aus. Ich kann in diese Bilder eine Stimmung und ein Gefühl hineininterpretieren und ich würde durchaus einen Monnet (Poster) in meiner Wohnung aufhängen. Ein anderer Mensch den ich sehr bewundernswert finde ist Wolfgang Amadeus Mozart. Er war einer der bedeutendsten Komponisten überhaupt. Er wurde als Wunderkind bezeichnet, weil er schon mit sechs Jahren auf Konzertreisen ging, und das Klavier und die Violine perfekt beherrschte. Ich finde er war auch ein genialer Mensch. Für mich sind es also nicht nur Maler, die Künstler sein können, sondern auch andere Menschen die eine grossartige Leistung hervor gebracht haben. was ist eigentlich kunst? ich denke, man kann diesen begriff nicht konkret definieren. die kunst ist ein sehr vielfältiges gebiet und zeigt sich in verschiedenen arten. es ist sehr schwer die basis, den sinn und überhaupt den zweck der kunst zu kennen. ich denke, für viele menschen muss kunst schön und faszienierend sein. da könnte man sich wieder die frage stellen: was ist eigentlich schön? ich glaube, dass in jedem mensch ein kleiner künstler steckt, der sich je nach person entfaltet oder nie herauskommt. jeder mensch hat die fähigkeit; gedanken, emotionen, wünsche, freuden...auf irgendeine art, ob durch die malerei oder die musik..etc. darzustellen. eine alltägliche kunst ist meiner meinung nach die bekleidung, die variiert, da sich die mode dauernd verändert. die mode gibt ein trendlinie vor, der man folgen kann. es besteht aber auch die möglichkeit von dieser mode abzuzweigen und einen eigenen stil zu entwerfen in dem man künstlerisch mehr aus sich macht. oft wurde ich schon von personen gefragt ob ich künstlerin sei, da meine schrift; malerisch, speziell, unleserlich und damit künstlerisch wirkt. vielleicht haben sie recht. ich weiss es nicht. aber ich sehe zumindest dann, dass es verschiedene wege gibt, kunst zu erkennen und zu beschreiben. Das Wort "Kunst" wird heute nicht mehr so definiert, wie hundert oder zweihundert Jahre zuvor. Ausserdem ist es heute schwierig, dem Wort "Kunst" überhaupt eine Definition zu geben. Früher war Kunst scharf, klar und einheitlich definiert, was, unter anderen, von Persönlichkeiten wie Monet oder Picasso revolutioniert wurde. Ich persönlich definiere Kunst so: Kunst ist, was ein einzelner Mensch als wertvoll, wichtig, schön, besonders, oder was auch immer, betrachtet. Ich glaube, dass auch Picasso und Monet Kunst, bis zu einem gewissen Punkt, ähnlich interpretierten, denn sie malten nichts anderes als das, was sie wollten, was sie als schön empfanden, und nicht das, was die Masse der damaligen Zeit als schön empfand. Das ist, so behaupte ich, auch der wesentliche Unterschied des früheren und des heutigen Denkens, zumindest was die Kunst betrifft. Die Werke eines Künstlers müssen ja nicht unbedingt ausgestellt werden. Wenn doch, dann sollte der Künstler die Ideen, die hinter seiner Kreation stecken, ausführlich erklären und allenfalls begründen. Er sollte seine Ideen seinem Publikum weitergeben, denn das ist ja der Zweck einer Kunstexposition. Darum besuche ich ungern riesige Kunsthallen, wo ich Werke sehe, aber ihr Schöpfer nicht, der mir ein paar Gedanken zu seiner Kreation offenbart. Das Ganze wird mir dann zu oberflächlich. Kurz gesagt: Ein Werk alleine in einer Kunstgalerie sagt, meiner Meinung nach, nicht viel aus. Der Künstler und sein Werk gehören unwiderruflich zusammen. Aber das ist Ansichtssache....... Geometrische Formen aus Metall und Figuren aus Knete faszinieren mich. Wieso gerade die Materialien Metall und Knete? Metall repräsentiert für mich Stärke, Härte und Unzerstörbarkeit. Die geraden Kanten und rechtwinkligen Ecken eines kleinen Quadrates zum Beispiel, sehe ich als Perfektion an. Wenn ich dann alle diese Elemente, konzentriert in einer kleinen geometrischen Form, in meiner Hand halte, überwältigt mich ein eigenartiges Gefühl. Ich habe dann das Gefühl, die stärkste und unerklärlichste Macht auf der Welt in meiner Hand zu halten. Meine Faszination plastischer Materialien wie Knete, liegt wahrscheinlich an ihrer Verformbarkeit, an ihrer Eigenschaft, sich von einem Moment zum anderen umgestalten zu lassen. Kunst kann manchmal sonderbar sein, nicht? Da der Begriff Kunst von "können" kommt, ist ein Künstler jemand, der besondere Fähigkeiten besitzt und seine Gedanken anhand von Kunst umsetzt. Er kann also etwas, was nicht jedermann beherrscht. Ein Künstler besitzt die Fähigkeit seine Ansichten, Wahrnehmung der Dinge oder der Natur, Aussagen, Meinungen, seine Gedanken oder Gefühle in Kunst umzusetztn und darzustellen. Der Künstler hat sich mit seinem Werk über längere Zeit befasst und überlegt, was er damit aussagen will. Besonders gut gelungene Bilder, Texte, Musikstücke sind oft Lebenswerke, der Künstler hat sich also lange Zeit gelassen. Deshalb ist für mich Moderne Kunst, bei der zum Beispiel Bilder durch zufällige Farbkleckse entstehen, keine Kunst. Bilder die durch Zufall und nicht durch Können entstehen, also von jedem innert Minuten hergestellt wird, sind dem Kunstbegriff nicht würdig. der Kunstbegriff umfasst Literatur (Dichtung..), Musik und bildende Kunst. Wenn ich von Kunst spreche, meine ich meist die bildende Kunst (Malerei, Zeichnung, Bildhauende Kunst, Architektur..). Wieso weiss ich nicht. Musik ist in der heutigen Zeit meist kein künstlerisches Werk mehr, da sehr viel durch Computer entsteht. Kunst sollte nicht reproduzierbar sein, da der Gedankengang, der zum Kunstgegenstand geführt hat, einmalig ist. Jeder Mensch würde es anders darstellen. Kunst kann schön sein, gefallen oder auch nicht, schocken, provozieren... Auf jedenfall einzigartig. An was denke ich, wenn ich den Begriff Kunst höre? Als erstes kommt mir die Malerei in den Sinn, doch nach genauerem Nachdenken fällt mir noch die Musik und der Sport ein. Mozart war ein Künstler, Picasso ebenfalls, aber auch Sportler können dazugehören. Der Fussballer Pélé zum Beispiel ist ein wahres Genie, denn er kann mit dem Ball umgehen wie kaum ein anderer. Sportler werden von vielen aber als Talente angesehen und nicht als Künstler, obwohl es sehr ähnlich ist. Wie könnte ein Maler ohne Talent malen? Schriftsteller, die einen durch ganz normaler Worte begeistern und an einen Text fesseln können, gehören auch zu der Gruppe der Künstler. Kunst bedeutet für mich also, dass man etwas beherrscht, das nicht alltäglich ist. Man könnte eigentlich fast alles dazuzählen. Die Lebenskünstler, die Schauspieler, die Kindergärtner, die Behindertenpfleger.... Diese Leute bewundere ich eigentlich mehr, als die, die von der Öffentlichkeit als Künstler angesehen werden. Denn wer hat schon die Gabe, um mit geisteskranken Menschen richtig umgehen zu können? Wer hat schon so viel Talent, dass er kleinen Kindern aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen die richtigen Umgangsformen beibringen kann, ohne dabei die ethnischen Grundsätze zu verletzen? Das ist für mich Kunst, doch sie wird von der Allgemeinheit kaum anerkannt, denn es ist nichts kreatives. Diese Art Kunst gehört ins normale Leben und die Künstler leben doch immer ein "Künstlerleben", also kann man diese zwei Begabungen nicht in den gleichen Topf werfen. Man kann alle grossen Kunstmuseen dieser Welt durchwandert haben und nicht wissen was Kunst ist. Solls geben. Es gibt aber auch solche, die gehen mit offenen Augen durch den Wald, und sehen als Kunst, was Gott ihnen schenkte. Viele sagen, Leonardo da Vinci, das sei noch ein Künstler gewesen; ein Fotograf ohne Kamera. Manche werden bewundert, weil sie malen, was man nicht einmal sieht. Kunst ist anscheinend auch, was hässlich erfunden wurde, oder was ein Talent zwecks Durchblick wieder aufs Primitivste und seiner Ansicht nach Wesentlichste reduzierte. Da Vinci war ein Wissenschaftler, ein neugieriger Beobachter, ein talentierter Handwerker, gewiss, aber war er ein Künstler? Er war besessen, aber war er kreativ? Wenn er ein Künstler war, ist es dann nicht jeder? Jeder ist talentiert, in irgendeinem Sinne. Kunst ist nicht unbedingt, was sich ausstellen lässt, denn es ist keine Kunst, etwas auszustellen. Irgendwer kommt es sich immer anschauen, und wenn nicht, könnte es trotzdem Kunst sein. Interesse allein macht die Kunst nicht aus. Mit der Kunst ist es wie mit der Schönheit: Reine Ansichtssache! Deshalb gibt es Künstler in unglaublicher Vielfalt. Für jeden Geschmack und auch solche, die niemand mag. Jeder muss selbst entscheiden, was der Kunst zugrunde liegt; Können, Arbeit, Einfallen, Gefallen, alles zusammen oder was ganz anderes. Ich nenne etwas Kunst, wenn ich dahinter eine Idee sehe, wenn mit Liebe und Fantasie etwas ausgedrückt wurde (eine Stimmung, ein Gefühl, ein Eindruck...). Für mich muss Kunst kreativ sein. Auch Skulpturen, Gebrauchsgegenstände oder Bauten können Kunst sein, nicht nur Gemälde. Tinguely zum Beispiel war meiner Meinung nach ein Künstler. Seine Werke waren kreativ, lebendig und grossartig. Lange nicht alles, was geschaffen wird, ist Kunst. Manches ist auch nur Licht, Papier und Farbe, aber keine Idee. Auch Literatur, Film, Musik und Gesang können Kunst sein. Warum nicht? Allerdings gehe ich nicht soweit, ein gut ausgearbeitetes und cleveres Unternehmenskonzept Kunst zu nennen. Einfallsreiche Designer (egal ob für Kleider oder Haushaltsgeräte) sind aber wieder Künstler. Jeder Mensch ist ein Künstler, denn jeder hatte mal einen Geistesblitz, eine geniale Idee, was man unbedingt genauso mal bauen, malen, basteln, kochen, spielen oder einfach realisieren sollte. Oft hört man, es sei eine Kunst zu kochen, aber noch nie hat jemand behauptet, es sei eine Kunst, Enten zu füttern. Irgendwo dazwischen liegt die Grenze. Ich werde es mal so ausdrücken: Wer zeichnet, ist ein Künstler, wer aber nur abzeichnet, ist es nicht. Ausserdem ist es eine Kunst, sein Leben zu leben. Verschiedene Komponenten tragen bei einer Handlung oder einem Gegenstand dazu bei, dass etwas für mich Kunst darstellt. Kunst ist die Darstellung eines innerlichen Gefühls oder einer persönlichen Erkenntnis, einer Haltung zu einem bestimmten Thema, die "Veräusserlichung" eines persönlichen Themas. Viele Dinge werden von uns Menschen ganz unterschiedlich wahrgenommen und es ist oft schwierig, es so darzustellen, dass die Handlung oder das Produkt jene Gefühle und Gedanken, die bei einer Wahrnehmung einer Wandlung oder überhaupt bei einem Gefühl möglichst genau vertritt. Je besser einem Künstler dies gelingt, desto eher empfindet er es als Kunst und ist glücklich und erfreut an seinem Geschöpf. Also je besser seine Kunst den Sinn seiner inneren Empfindung darstellt, desto kunstvoller ist sie. Sei es nun Dichtung, Literatur, Musik, Gesang, ein Bild, eine Skulptur oder eine Handlung, nicht nur Tanz oder Theater, Schauspiel, auch das Lachen oder Weinen, eine Mimik, eine kleine Bewegung kann für mich Kunst sein. Meist die bewusste Darstellung zeugt vom Sinn eines Lebensthemas. Sogar ein Baum oder ein Würmchen, eine Situation oder ein Ausschnitt aus einem Bild des Alltages kann Kunst sein. Je nach Auffassung, nach eigener Achtsamkeit und Stimmung können sich alltägliche Kleinigkeiten, als eindrückliche Kunst herausstellen. Ganz wichtig dabei ist, dass Kunst nicht mit "gut" zu tun hat, auch mit "schön" nicht. Die Wahrheit ist entscheidend, je näher die Liebe mir ist, desto näher ist mir die Kunst. In Liebe stehe ich mir viel näher und damit der Welt. Die Wurzel der Kunst entsteht aus äusseren Impulsen, die eine Person aufnimmt, darauf reagiert und es dann widerspiegelt. Dann wiederum bin ich dankbar und ehrfürchtig, wenn meine Sinne und mein Herz offen sind, für Eindrücke, die Unmengen von Gefühlen, Gedanken, Erlösung und Erkenntnis hervorrufen und Liebe erfüllt mich, euphorische Gefühle und oftmals der Drang, dies Darzustellen. Darzustellen, hoffentlich nicht in der Versuchung Gott zu spielen, sondern mitzuteilen, was ich sah, verweichlichen um es wieder zu sehen und in der Hoffnung, auch andere können damit ein Erlebnis haben. Meine Meinung ist also, dass Kunst vom Leben spricht, Leben beinhaltet zu fühlen, entwickeln, lieben, verlieren, gewinnen, Höhen und Tiefen ganz zu erleben, dankbar anzunehmen, dass die Erde unsre Heimat ist und weiter in unsre Mitte zu gelangen, eins zu werden und vieles mehr, was ich in Kunst zu finden glaube. Wie alles, so ist auch die Kunst relativ. Was der eine als Kunstwerk bestaunt, bleibt dem andern ein Rätsel was daran schönzufinden ist. Sicher ist jedoch, dass JEDER von uns auf seine Art ein Künstler ist. Vielleicht weiss er es nur noch nicht... Mein ganz persönlicher Kunstbegriff ist nicht genau definiert, es gibt einen sehr grossen Spielraum. Für mich ist alles Kunst, was in der Absicht, jemandem eine Stimmung, eine Atmospäre, eine Lebensweise zu vermitteln, geschaffen wurde. Wichtig ist, dass der Künstler etwas zu vermittel, mitzuteilen hat.Alles was Gefühle exprimiert, Emotionen verwirklicht, veranschaulicht, konkretisiert, realisiert, transmissioniert gehört zu meinem Kunstbegriff. Das einzige Argument(für mich),ob etwas Kunst sei oder nicht, ist, ob es mit ganzem Herzen und Hingebung kreiert wurde. Dies sind einige meiner Gedanken zum Thema Kunst. Bleibt zu sagen, dass es einen nur einen unübertreffbaren, genialen, einmaligen, allmächtigen, wunderbaren, unfassbaren, göttlichen Künstler gibt, der gleichzeitig der Ursprung aller künstlerischen Tätigkeit ist:DIE NATUR!!!! Für mich bedeutet Kunst nicht unbedingt Malerei, Bildhauerei oder Gesang. Kunst ist für mich auch wenn Ärzte jemandem das Leben wieder schenken, wenn ein Kind in einem einfachen Bild seine Eltern darzustellen versucht oder wenn Schriftsteller gute Werke schreiben. Natürlich gefallen mir schöne Bilder wie zum Beispiel dieses von Claude Monet, denn sie strahlen meiner Meinung nach eine Harmonie aus. Harmonie ist für mich sowieso ein zentraler Begriff, denn mit Dali oder Picasso kann ich nichts anfangen. Ihre Bilder sind mir ein Rätsel und auch optisch gefallen sie mir nicht. Ich habe einen Vortrag über Georia o’Keeffes gemacht in Deutsch und das allein deshalb, weil mir ihre Blumenbilder wahnsinnig gut gefallen. Wie bereits erwähnt, finde ich auch der Ärzte Handwerk sehr imponierend. Wenn ein Mensch halbtot eingeliefert wird, bringen sie es fertig, dass der Mensch überlebt und helfen ihm, das Beste daraus zu machen. Auch Schönheitschirurgen vollbringen eine Kunst, jedoch ist das für mich schon fast wieder übertrieben. Schönheit ist sowieso individuell. Bei einem kleien Kind ist es fasziierend zu sehen, wie frei es zeichnet. Und doch erkennt man oftmals, was sie auszudrücken versucht haben, während unsereins sich mit Zeichnen abmüht, obwohl es doch irgendwie von innen heraus kommen sollte. Schriftsteller, Musiker, Maler, Bildhauer, Komponisten und andere Künstler drücken ihre Gefühle durch ihre Werke aus, wie auch Kinder. Wir jedoch müssen oftmals nach Vorlage und Anleitung malen, was für mich keine Kunst mehr ist. Ich zähle viele Dinge zur Kunst und deshalb ist es für mich unmöglich, alles aufzuzählen. Ich mag harmonische Werke aus allen möglichen Richtungen und bin auch offen für neues. Kunst muss mich innerlich aufwühlen und in mir drinnen etwas bewegen. Kunst muss in mir ein Gefühl auslösen, vielleicht ein Staunen oder so etwas ähnliches, sie kann aber auch abstossend wirken. Nicht alles was mir gefällt, ist für mich Kunst. Und Kunst muss mir nicht immer gefallen... Sie muss mich einfach berühren, ob positiv oder negativ und darf nicht einfach so an mir vorbeigehen, sie muss irgendwie an mir hängen bleiben. Vielleicht soll sie mich auch ein Stück weit zum Nachdenken anregen. Ausserdem sind für mich nicht nur handfeste Dinge, wie zum Beispiel eine Skulptur oder ein Gemälde, Kunst. Auch Tanz und Musik ist für mich je nach dem eine Kunst. Vor allem faszinieren mich neuartige Ideen, etwas was es noch nie gegeben hat. Heutzutage ist es nämlich immer wie schwieriger, etwas noch nie da gewesenes zu ‚erfinden', nicht immer nur alles von früher abzukupfern, genau darin besteht für mich auch eine sehr grosse Kunst... Ausserdem finde ich es genial, wenn es Künstlern gelingt, den gängigen Kunstbegriff in Frage zu stellen, wie das zum Beispiel beim Surrealismus oder dem Actionpainting der Fall ist. Mein Begriff zur Kunst wird nicht nur durch berühmte und fastzinierende Bilder und Gemälder von wichtigen Künstlern definiert, sondern er umfasst noch viele andere Begriffe, die für mich auch zur Kunst gehören. Ein Beispiel dafür ist die Mode, wie auch die Fotografie und der Film. Nicht auszuschliessen sind die Musik, die Architektur und auch die Gedichte. Kunst bedeutet für mich, dass sich etwas dahinter versteckt. Hinter ihr sollte sich einen Sinn oder eine Bedeutung verbergen, oder sie sollte eine sensationelle Kreationsart besitzen. Manchmal definiere ich allein schon die Idee einer Kreation als Kunst. Die Phantasie spielt auch eine entscheidende Rolle, wenn man kunstvoll sein möchte. Auch die Begabung, die man benötigt, um überhaupt ein Künstler zu werden, ist bedeutungsvoll. Die Fähigkeit, ein Kunststück zu kreiiren oder zu entwickeln, wird für mich als Kern der Kunst bezeichnet. Ohne diese Fähigkeit, kann auch keine Kunst entstehen. Ich denke, dass man das dazu benötigte Talent nicht erlernen kann. Zum Beispiel: Auch das Singen ist für mich eine Kunst, denn nicht alle besitzen die Fähigkeit zu singen. Schlussendlich ist jede Fähigkeit die man besitzt, eine Kunst. Wer im Zeichnen begabt ist, ist ein Zeichnungskünstler, wer exzellent kochen kann, ist ein Kochkünstler, wer für Gedichte und Poesien talentiert ist, ist ebenfalls ein Künstler... Auf irgend eine Art ist jeder Mensch ein Kunstschaffender, der eine einen Grösseren, der andere einen Kleineren. Doch alle Menschen haben bestimmt ein spezielles Können für irgendetwas. Das ist eine Frage, die wahrscheinlich nie befriedigend beantwortet werden kann, denn Kunst ist nur subjektiv zu beurteilen und somit verunmöglicht dieses Phänomen, jede Verallgemeinerung und Generalisierung. Man sollte sich weiter darüber im klaren sein, wenn es auch ein klein wenig abstrakt sein mag, dass der einzelne Betrachter Kunst zu wahrer Kunst werden lässt und nicht die breiten Massen oder gar die Kritiker, die wie ich finde, höchstens zu Gedankenanstössen anregen sollten. Meiner Meinung nach, ist alles Kunst. Die Frage, die sich mir noch stellt, ist lediglich, gefällt sie mir oder nicht! Wenn Sie mich fragen was Kunst ist, so bin ich nicht im Stande es Ihnen zu erklären! Fragen Sie mich jedoch nicht, so bin ich mir sicher und glaube es zu wissen! Ich finde es ziemlich schwierig den Begriff Kunst zu defineiren. Erstens weil der Begriff sehr weitläufig ist und aus dem zweiten Grund, weil ich mich sehr selten damit befasse und ich mich auch noch nie wirklich damit befasst habe. Wenn ich ein Bild betrachte, entscheide ich mit meinem ersten Eindruck, ob mir das Bild gefällt oder nicht. Selten ändere ich meine Meinung beim längeren Betrachten. Ob ein schönes Bild etwas mit Kunst zu tun hat, ist die zweite Frage die sich mir stellt. Meist sind diese Begriffe stark mit einander verknüpft. Für mich beeinhaltet ein Bild Kunst, wenn man, um es herzustellen, eine besondere Begabung benötigt. Es muss ein Talent verraten, eine besondere Fähigkeit.Es darf nicht so aussehen, als ob jedermann in der Lage wäre ein solches Bild zu malen. Ich nehme dabei meine eigenen Fähigkeiten als Mass. Ich denke viele Leute, die nicht so viel davon verstehen oder glauben sie würden nicht so viel davon verstehen (im Endeffekt kann jeder den Begriff Kunst selbst definieren), beurteilen Kunst nach ihrer eigenen Begabung und dem ersten persönlichen Eindruck. Für mich persönlich sind impressionistische Bilder oder Aquarellbilder Kunst. Abstrakte Bilder zeigen für mich die Begabung des Malers zu wenig oder gar nicht. Kunst ist ein weites Gebiet von Erschaffungen von Werken, die etwas repräsentieren oder darstellen. Die Künstler wollen etwas mit einem Kunstwerk aussagen, oder zum Denken anregen. Wenn man als Künstler zum Denken anregen will, so muß man einen im ersten Moment völlig abstrusen Gedanken, der einem aber nach einer Zeit beim Nachdenken einleuchtet, in die Realität versuchen umzusetzen. Bei solchen neuen Zweigen der Kunst mußte eigentlich immer das gleiche getan werden, um die neue Kunst berühmt zu machen. Der Tabubruch, wahrscheinlich aber unbewußt vom Künstler selbst, war eines der erfolgreichsten Mittel die neue Kunst am Anfang vielleicht ungewöhnlich oder sogar abstoßend zu machen, aber wenn der entscheidende Gedanke gemacht wurde sie dann weltbekannt und berühmt zu machen. Da ein Tabubruch in unserer aufgeklärten Gesellschaft praktisch nicht mehr vorkommt, wirkt der Begriff Kunst oder besser gesagt kommerzielle Kunst für mich veraltet. Keineswegs will ich hier aber Kunstwerke als veraltet oder langweilig bezeichnen. Es geht mir hier nur um das Wort. Ein Beispiel ist für mich der Impressionismus, dessen Schöpfung einige Zeit zurückliegt, aber mir, wie auch vielen anderen Menschen, wirkliche Impressionen gibt, die unabhängig von Zeit und Ort sind. Auch ist der Impressionismus ein gutes Beispiel für den angesprochenen Tabubruch. Zu jenem Zeitpunkt war die Malerei nur darauf aus, die Realität abzubilden, und das zwar in einem perfekten Zustand. Der französische Maler Claude Monet stellte dann diese Technik des Malens auf den Kopf und brachte, anstatt genau und perfekt zu Malen, seine Impressionen genau jenes Ortes zu jener Zeit auf seinen Bildern herüber. Diese Impression mußte aber erst erblickt werden, denn diese Details, wie beim vor-impressionistischen Malen, konnten nicht aus der Nähe erkannt werden, sondern mußten aus der Weite mit Objektivität für die Leistung angeschaut werden.